Aktuelles
Stressfreier Jahreswechsel für Ihr Tier
Angst vor Silvester. Beim Hund äußert sich diese Angst in Hecheln, Speicheln und Jaulen oft sehr heftig. Bei der Katze sind die Anzeichen mitunter recht subtil. Veränderungen in der Futteraufnahme oder bei Fellpflege und Sauberkeit sowie Verstecken können hier die Symptome sein.
Wenn Sie Ihrem Tier über die stressigen Feiertage helfen wollen, gilt vor allem eins: handeln Sie rechtzeitig. Damit sie vollen Erfolg verspricht, muss eine Maßnahme spätestens 2 Wochen vor dem Jahreswechsel begonnen werden.
Es stehen eine ganze Reihe verschiedener Therapiemöglichkeiten und Produkte zur Verfügung. Gerne beraten wir Sie über Möglichkeiten der Angstentlastung, die auf Schwere der Belastung und Eigenheiten Ihres Tieres abgestimmt sind. Wir informieren Sie herstellerunabhängig allein nach den Erfahrungen, die wir in der Praxis gemacht haben.
| Tipps für den Umgang mit Ihrem Hund über den Jahreswechsel: |
Ziel muss es sein, dass das Tier lernt, dem Knallen keine Beachtung mehr zu schenken. |
Schutzimpfungen beim Kaninchen
Wir empfehlen vorbeugende Impfungen gegen die beiden Kaninchenerkrankungen RHD und Myxomatose. Durch lückenlose und rechtzeitig durchgeführte Impfungen können Kaninchen vor diesen gefährlichen Infektionskrankheiten und Seuchen wirkungsvoll geschützt werden.
RHD (Chinaseuche)
RHD, auch Chinaseuche genannt, kommt als gefährliche Kaninchenerkrankung überall in Deutschland vor und wird durch ein Virus ausgelöst, das über sehr große Zeiträume in der Umwelt hochansteckungsfähig bleibt. Bei Temperaturen von + 25 °C ist das Virus über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten und bei Temperaturen von + 4 °C sogar siebeneinhalb Monate lebensfähig und infektiös.
Myxomatose
Die Myxomatose ist in Deutschland ebenfalls weit verbreitet. Diese gefährliche Kaninchenseuche wird durch das Myxomatosevirus hervorgerufen. Wildkaninchen bilden ein natürliches Reservoir für den Krankheitserreger. Durch steigenden Infektionsdruck werden zunehmend auch Gebiete erfasst, in denen Myxomatose über einen längeren Zeitraum nicht mehr beobachtet wurde. Da die Myxomatose auch unabhängig von der Jahreszeit auftritt, ist ein ständiger Schutz der Heimkaninchen und die regelmäßige Impfung in den Zuchtbeständen dringend angeraten.
Tipps für den Kleintiertransport
Wir bemühen uns, Aufenthalte in unserem Wartebereich möglichst zu vermeiden. Rechnen Sie bitte trotzdem damit, dass Ihr Tier bei uns anderen Kleintieren begegnet.
Bitte führen Sie Hunde grundsätzlich an der Leine in die Tierarztpraxis.
Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen transportieren Sie am besten in geschlossenen Transportboxen. Dazu können Sie neben handelsüblichen Transportboxen auch Pappkartons mit Luftlöchern oder Wäschekörbe mit Deckel verwenden. Ideal ist es, wenn sich die Öffnung oben befindet. Bastkörbe sind wegen der Gefahr des Absplitterns von Material nicht geeignet.
Zum Auslegen bitten wir Sie aus hygienischen Gründen keine Einstreu zu verwenden. Geeignet sind Zellstoffküchenrollen oder Handtücher.
Tierarzttraining für Welpen
Zusätzlich zur Welpenspielstunde in Ihrem Hundeverein, bieten wir unseren Kunden ein kostenloses Tierarzttraining zur Sozialisierung Ihres Welpen in der Tierarztpraxis an.
Die Prägephase des jungen Hundes dauert ca. bis zur 16. Woche. In dieser Zeit kann dem Welpen besonders nachhaltig die Angst vor dem Besuch in der Tierarztpraxis genomen werden. In unserer Trainingsstunde hat Ihr Hund die Möglichkeit, sich spielerisch an die Person des Tierarztes und die Abläufe in der Praxis zu gewöhnen.
In stressfreier und welpengerechter Form werden die Untersuchung und das Verhalten in der Tierarztpraxis geübt. Diese positiven Erlebnisse prägen sich dauerhaft ein und erleichtern spätere Tierarztbesuche erheblich.
Trainingsstunde in der Regel Dienstags
17.30 bis 18.30 Uhr
Hier in der Praxis
Richtweg 6 · 33175 Bad Lippspringe
Alter: 8 bis 16 Wochen
Rassen: Mischlinge und alle Rassen
Nur nach telefonischer Anmeldung
05252 4235
EU - Heimtierpass
Wer mit einem Hund oder einer Katze in andere EU-Mitgliedstaaten reisen will, muss seit dem 01.Oktober 2004 den neuen EU-Heimtierpass mitführen.
Für andere Tiere (z.B. Vögel, Kaninchen oder Meerschweinchen) benötigen Sie diesen Pass nicht.
Sie bekommen den neuen Heimtierpass direkt in der Tierarztpraxis.
Das Tier muss sicher und amtlich identifizierbar sein.
Dazu muss es einen Mikrochip oder (bis 2008 noch möglich) eine gut
lesbare Tätowierung besitzen. Die Kennzeichnungsnummer wird im Pass bestätigt.
Ein Mikrochip kann Ihrem Tier vom Tierarzt jederzeit mittels einer einfachen
Spritze implantiert werden.
Im Pass muss eine gültige Tollwutimpfung vom Tierarzt nachgewiesen werden. Für aus Deutschland stammende Tiere heißt dies, dass die Tollwutimpfung mindestens 30 Tage und längstens 12 Monate vor Antritt der Reise durchgeführt worden ist.
Irland, Schweden und das Vereinigte Königreich dürfen noch 5 Jahre lang ihre bisherigen schärferen Anforderungen im Reiseverkehr mit Tieren beibehalten. Genaue Informationen zu den einzelnen Regelungen erhalten Sie bei uns oder beim zuständigen Veterinäramt.
Falls Ihr Tier seine jährliche Impfung vor dem 03.07.2004 erhalten hat, können Sie den "alten" gelben Impfpass bis zur nächsten Impfung auch für Auslandsreisen weiterverwenden. Bitte lassen Sie in Ihrer Tierarztpraxis die Eintragungen auf Vollständigkeit kontrollieren.
Wenn Sie nicht beabsichtigen, mit Hund oder Katze ins Ausland zu verreisen, können Sie den gelben "Internationalen Impfpass" wie bisher weiterverwenden.
Myxomatose – eine Tierseuche auf dem Vormarsch
Als der französische Mikrobiologe Prof. Paul Amand-Delille sich mal wieder über die Kaninchenpopulation in seinem eingezäunten Landsitz Maillebois Südlich von Paris geärgert hatte, bestellte er sich von Kollegen in Südamerika einen hochvirulenten brasilianischen Myxomatosevirusstamm und setzte am 14.06.1952 zwei infizierte Tiere in seinem Garten aus. Der Erfolg war frappierend, so dass nicht genannte Nachbarn auf sein Grundstück eindrangen, erkrankte Kaninchen klauten und in ihren eigenen Gärten aussetzten. Die Büchse der Pandora war geöffnet.
Die daraufhin ausufernde Seuche vernichtete bereits 1953 die Hälfte des französischen Kaninchenbestandes und verbreitete sich mit bis zu 400 km pro Jahr über ganz Europa.
Das „erfolgreiche" Freilandexperiment führte einerseits zu vernichtenden Seuchenzügen, andererseits wie bereits in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Australien zur Persistenz in überlebenden Tieren. Eine nicht vorherzusagende wellenförmige Verbreitung der Erkrankung mit unregelmäßigem Aufflackern in regionalen Seuchenzügen ist die Folge bis heute.
Die beiden warmen „Winter" der letzten Jahre haben nun vermutlich zu einem erhöhten Infektionsrisiko auch in den Gebieten geführt, die bisher von der Myxomatose verschont geblieben waren. So gab es bereits im Dezember eine Epidemie im Ruhrgebiet, im Januar in Weser-Ems-Gebiet. Die Seuche scheint sich an keine Jahreszeiten mehr zu halten.
Neben dem direkten Kontakt mit infizierten Wildkaninchen (für Mastbestände und Hobbykaninchen eher selten) ist es einerseits die Einschleppung über kontaminiertes Futter (Gras, Löwenzahn), vor allem aber auch die Übertragung durch blutsaugende Insekten, die unsere Hauskaninchen bedroht. Während der Kaninchenfloh im geschützten Bau bekanntermaßen zur ständigen Reinfektion der Wildkaninchen führt, sind Mücken (Gnitzen) vermutlich die größte Bedrohung für unsere Hauskaninchen. Die in den warmen Wintern überlebenden Stechmücken beherbergen das Virus bekanntermaßen bis zu sieben Monate, was in diesem Frühjahr/Frühsommer zu steigendem Infektionsdruck führen dürfte.
Während die Tierärzte in Westfalen-Lippe bisher nur gegen die präsente RHD geimpft haben und die Schutzimpfung gegen Myxomatose nicht notwendig erschien (außer bei „Reisetieren"), muss die Risikoabschätzung nun anders ausfallen. Mit dem Westwind kam das Bluetongue-Virus, das Myxomatosevirus wird sich vermutlich nicht aufhalten lassen.
Und weil die Übertragung durch stechende Vektoren für Einzeltiere in Wohnungshaltung eine ebenso große Gefährdung darstellt wie die Einschleppung in einen Mastbestand, hilft nur die rechtzeitige Schutzimpfung, am besten zeitig im Frühjahr.
Die StIKO-Vet empfiehlt deswegen nach der zweimaligen Grundimmunisierung der Kaninchen (ab einem Alter von 4-6 Wochen) eine regelmäßige Nachimpfung in halbjährlichem Abstand, in Endemiegebieten auch alle vier Monate.